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Digitalisierung des Dorfmuseums in Nieder-Werbe

Förderverein Nieder-Werbe / Scheid e.V.

Unsere Vorgehensweise zur Bewahrung und Weiterentwicklung des materiellen und immateriellen Kulturgutes, der Geschichte des Dorfers und Ihrer Menschen ist dreigeteilt.
Modul 1 (Digitalisierung des Dorfmuseums)
Immaterielles Kulturgut konservieren und sichern
Modul 2 (Folgeprojekt)
Inhalte aufbereiten, Umsetzung planen, neues Dorfstubenkonzept für Ausstellung und Nutzung
entwickeln
Modul 3 (Folgeprojekt)
Inhalte im neune Kontext Dorfstube darstellen, Nutzung sicherstellen.

Das Modul 1 ist das Fundament, die grundlegende Basis für die Weiterentwicklung der Dorfstube als Stätte der regionalen Erinnerungskultur.
Das Modul 1 steht für sich, und ist ein in sich abgeschlossenes Projekt zur immateriellen Sicherung und Konservierung.

Im Rahmen dieses Moduls sollen alte Fotos und Dokumente, die sich derzeit im Original in der Ausstellung befinden, dem musealen Kontext entnommen und durch Digitalisierung in ihrem jetzigen Erhaltungszustand konserviert werden.

In welcher Weise Originale und Digitalisate im Rahmen einer zukünftigen Ausstellungstätigkeit integriert oder fachgerecht archiviert werden, gilt es zu einem späteren Zeitpunkt zu bestimmen.
 
Zusätzlich zu Originalen finden sich aber auch alte, zum Teil unleserliche Fotokopien im Display der Ausstellung. Die Präsentation trägt maßgeblich zum Wissenstransfer und der Interaktion innerhalb eines musealen Kontextes bei.

Nach einer Bewertung des inhaltlichen Beitrages und Überlegungen zur konzeptuellen Einbindung in den musealen Kontext, sollen im Rahmen von Literatur- und Archivrecherchen relevante Dokumente identifiziert und „digitale Replikate“ zur weiteren Verwendung angefordert oder produziert werden.

Darüber hinaus gilt es, materielles und immaterielles Kulturgut zu bewahren. Die Dorfstube in Nieder-Werbe zeichnet sich zum einen durch eine Sammlung von historischen Gebrauchsgütern des Alltags, aber auch durch eine Fotoausstellung zur Bombardierung der Speermauer und Besiedlung der Halbinsel Scheid aus.
 
Zur Kontextualisierung tragen jedoch die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei, die im Rahmen ihrer Führungen aus dem kollektiven Erinnerungsschatz, tradierten Erzählungen und eigenen (Kindheits-)Erfahrungen berichten.
 
Um dieses Wissen zu bewahren und ggf. auch über eine museale Nutzung hinaus zugänglich zu machen, sollen im Zuge des Moduls Zeitzeugen-Interviews mit älteren Menschen geführt werden, die sich im Rahmen der Dorfstube engagieren oder in der Vergangenheit aktiv am alltäglichen Leben des Orts partizipiert haben.

Abhängig von der Bereitwilligkeit der zum interview favorisierten Personen, sollen 5-6 Gespräche in bis zu zwei Sitzungen geführt werden. Im Vorfeld zu diesen Video-Terminen gilt es, einen Interviewleitfaden zu entwickeln, mit dessen Hilfe bestimmte Themen und Aspekte aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden können.
Darüber hinaus sollen eine offene Fragestellungen aber auch die Setzung von persönlichen Schwerpunkten bei den Interviewten ermöglichen.

Das Projekt- und diese Projektidee hat sich zu einem Bindeglied in der Nieder-Werber Dorfgemeinschaft und mit dem Ortsbeirat zu einem gemeinschaftlich getragenen Projekt entwickelt.

Es ist ein beispielhaftes Projekt bürgerschaftlichen Engagements in der Dorfgemeinschaft.
a.) Die Zeitzeugen (Ü80) werden immer weniger, wir verlieren Wissen, wenn wir jetzt nicht handeln.
b.) Der Erhaltungszustand der ausgestellten Dokumente wird immer schlechter.
c.) Die Bereitschaft des „übriggebliebenen“ Dorfstubenteams steigt, Veränderungen und Entwicklungen
(durch die jüngeren Generationen) zuzulassen und mit zu begleiten.



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